Menschen mit Einfluss haben eine Last auf dem Herzen

Dort, wo deine Leidenschaft, dein Frust und deine Prioritäten mit Gottes Leidenschaft und Prioritäten übereinstimmen, findest du deine „heilige Unzufriedenheit“. Gott will das fördern und Menschen dazu bewegen, Dinge zu tun, die man normalerweise nie tun würde.

 

Die meisten Menschen arrangieren sich mit ihrer Unzufriedenheit. Nach einiger Zeit ist davon nichts mehr zu merken. Lass diese Unzufriedenheit von Gott immer wieder neu entflammen.

 

Der Unterschied zu einem einfachen negativen Denken liegt darin, dass die „heilige Unzufriedenheit“ das Beste für Menschen und Gott möchte.

 

Falsch verstandene Zufriedenheit vernachlässigt die Nöte und Bedürfnisse der Menschen.

Die Bibel spricht viele Missstände an:

-      Armut (Wer gibt den Durstigen zu trinken und den Hungrigen zu essen und dem Ausgestoßenen Gemeinschaft?)

-      Krankheit

-      Wer besucht Gefangene?

-      Wer gibt Nackten die Kleidung?

-      Wer nimmt die Weisen auf?

-      Wer kümmert sich um Trauernde?

 

Einige Beispiele:

-      Martin Luther King: Er hasste es, „Nur für Weiße“-Schilder an Trinkbrunnen zu sehen, dass Schwarze per Gesetz im Bus auf die hinteren Sitze verbannt wurden, usw.

-      Mutter Teresa: „Wenn ich Verschwendung sehe, dann werde ich innerlich ganz wütend. Ich mag es nicht, wenn ich wütend werde, aber wenn ich Äthiopien sehe, kann ich einfach nicht anders!“

-      Bob Pierce, der Gründer von World Vision erlebte 1950 „einen ungeheuren Feuersturm der Frustration. Ungläubig sah er, wie kleine Kinder, die aufgrund des Koreakrieges in den Dritte-Welt-Regionen Asiens verwaist waren, tot umfielen, während sie für Nahrung anstanden. >Wir werden die Essensausgabestellen mit Nahrung versorgen, und wenn es mich umbringt<“

-      Billy Graham: Er hielt es einfach nicht aus, wenn Menschen durchs Leben gingen, ohne Gottes Liebe erfahren zu haben. In jeder Predigt sagte er: „Die Bibel lehrt, dass Gott Liebe ist“

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Bill Hybels: „Die Gemeinde, zu der ich damals gehörte, war so unglaublich selbstbezogen, dass sie sich nicht die Bohne um die Menschen sorgte, die in unserem direkten Umfeld, aber fern von Gott lebten… „Ich kann eine Menge ab, aber das halt ich im Kopf nicht aus!“ Menschen, die Gott noch nicht kennen, sind ihm trotzdem wichtig. Und Menschen, die Gott nicht kennen, verdienen bessere Gemeinden als die, die ihnen im Moment zur Verfügung stehen.“

 

Solche Beispiele zeigen, wie Gott unseren Frust gebrauchen möchte, um die Welt ein kleines Stück zu verbessern und einen Beitrag für das Reich Gottes zu leisten.

 

Max Lucado spricht in diesem Zusammenhang von der „inneren Musik“, die keiner so hört, wie du – keiner!

 

Gott möchte diese Unzufriedenheit nutzen, um eine positive Vision vor Augen zu malen, die dir hilft, dich konzentriert mit deinen Kräften auszurichten. Wenn du diese eine Sache entdeckst, wird in dir soviel Raum für sinnvolle Aktivität ausgelöst und ein Feuer entfacht, dass du einfach keine andere Wahl mehr hast, als deine Ärmel hochzukrempeln und in deine Arbeitsklamotten zu schlüpfen. Du willst dein Bestes geben.

 

Wenn du merkst, dass es dir schwer fällt, eine eigene Last oder Vision zu entdecken, dann schließe dich vertrauenswürdigen Menschen, Institutionen oder Gemeinden an, die eine Vision haben, die dich inspiriert. Werde ein Teil dieser Vision.

 

Selbstreflexion

Wo regst du dich über dieselbe Sache auf, die auch unserem Schöpfer auf dem Herzen liegt? Was läuft deiner Meinung nach schief? Was lässt dich nicht kalt?  Was kannst du nicht ertragen?

Impulse für “Stille Tage”!


Vorneweg: Es war meine erste Erfahrung, mich bewusst für drei Tage in die Stille zurückzuziehen. Ohne Internet. Ohne Telefonverbindung. Ohne Meetings. Ohne Nutella. Einfach nur Gott, ich, Bibel, Schreibzeug, Tagebuch, Lobpreis-CDs, Wasser und gesunde Säfte. Das war´s!

Motivation

Auch wenn sich solche Auszeiten bestens dafür eignen, einen Herzinfarkt oder einen Burnout zu vermeiden, ist das nicht mein Antrieb gewesen. Es war einfach der Wunsch, Gott zu erleben! Sein Reden stärker als im Alltag wahrzunehmen, intensiver als in den morgendlichen Begegnungen und  ungewohnter als es im Laufe des Tages geschieht!

Ich bin gerne mit Gott zusammen. Das ist es. Mehr nicht. Aber vielleicht ist da doch noch etwas mehr, und zwar der Wunsch, Wichtiges mit Gott zu besprechen und ihn um Hilfe zu bitten – für mich, für meine Familie , für meine engsten Freunde, für die Leiter in der Gemeinde, für die KfO-Mitglieder, für…

Tagesordnungspunkte

Es gab keine TOP´s. Die „Tagesordnungspunkte“ ergaben sich „von alleine“. Rückblickend verliefen meine drei Tage folgendermaßen:

1. Ausrichtung auf Gott

Gestartet habe ich mit guter Lobpreismusik und der Bibel in der Hand. Hier ein paar Notizen nach den ersten Stunden aus meinem Tagebuch: „Ich habe den Eindruck, dass mein Kanal zu Gott irgendwie verstopft ist bzw. eingeengt. Auch werde ich abgelenkt von unwichtigen Gedanken. Habe eine leise Sehnsucht, Gott ungestört zu begegnen (…) Dennoch möchte ich einen Lobpsalm für Gott schreiben…“

Das Schreiben des Psalm 151 hat mir geholfen, Gott zu begegnen. Auf den Knien, mit erhobenen Händen usw. Es war ja keiner in der Nähe – außer Gott.

2. Bitte um Vergebung meiner Schuld

In der Anbetung vor Gott ist mir meine Schuld vor Gott bewusst geworden. So habe ich den zweiten Punkt mit dem Psalm 51 eingeleitet. Dazu gute Instrumentalmusik im Hintergrund. Hier einige Zeilen aus meinem Tagebuch: „Gott, öffne mir die Augen für meine Schuld. Mein Egoismus macht mich blind für Sünde. Lass mich erkennen, was dir missfällt. Denn ich bin viel stärker mit Schuld beladen als ich oft denke. Ich will ein Herz, dass dir allein gehört – völlig! Ich will immer wieder vor dir zerbrechen. Denn ohne dich bin ich verloren! In folgenden Bereichen entdecke ich Schuld bei mir: …“

3. Gebet, Gebet, Gebet

Meine Familie, meine persönlichen Anliegen, eine Liste mit persönlichen Anliegen vom KfO-Leitungsteam, die ganze Gemeindeliste sowie viele Anliegen, die mir in den Sinn kamen habe ich vor Gott gebracht. Teilweise in Form von „Ausschütten vor Gott“ oder einfach nur hörend, was für die Person dran ist. Wenn Gott mir etwas aufs Herz gelegt hat, habe ich es mir in meiner „Stille Tage-ToDo-Liste“ aufgeschrieben. Die ersten ToDo´s habe ich bereits erledigt. Das Echo der Beteiligten war positiv – Gott sei Dank. Muss aber nicht immer so sein. Übrigens, die Liste mit den Anliegen ist sehr lang geworden. Ich will diese Anliegen immer wieder vor Gott bringen, auch außerhalb der Stillen Tage. Denn ich weiß, dass ich bald vieles abhacken kann. Gott lässt sich auf uns und unser Gebet ein!

4. Bibellese

Das Lukasevangelium war mein Begleiter. Nicht ganz, aber mehrere Kapitel. Mein Schwerpunkt lag nicht auf dem vielen Lesen, sondern auf dem Vertiefen und Nachdenken – über Jesus, über mich, über… Ein kleiner Ausschnitt von den vielen Impulsen, die ich aus den Lukaskapiteln mitnehme: „>Warum esst und trinkt ihr mit den Zolleinnehmern und ähnlichem Volk?< Jesus scheute keine Kritik. Sein Auftrag, „zu suchen, was verloren ist“ und seine „Barmherzigkeit“ war ihm wichtiger als ein guter Ruf!!! (Vgl. die Geschichte von der Begegnung mit der Hure – krass!)“

5. Reflexion

Dann, oder immer wieder habe ich unter dem Stichwort „Reflexion“ aktuelle und wichtige Dinge mit Gott besprochen und einiges angedacht: “In welche 10 Leute soll ich langfristig investieren“ usw.

6. Jahrespsalm 2010

Seit einigen Jahren pflege ich die Gewohnheit, mir einen Jahrespsalm zu suchen, der meine Jahresplanung und meine neu gewonnenen Werte widerspiegeln. Da ich das in meiner Jahresplanung zwischen Weihnachten und Neujahr nicht mehr geschafft hatte, musste ich diesen Punkt noch nachholen. Hier der Psalm für 2010 (Psalm 21,7-8 in Übertragung auf mich):

„Du segnest mich mein ganzes Leben lang,

mich selbst und alles, was ich tue.

Durch deine Nähe erfüllst du mich mit Freude.

Herr, ich verlasse mich auf dich.

Gott, du Höchster, durch deine Güte

stehe ich sicher und fest.“

Für mich hat jeder Satz eine wichtige, aktuelle und tiefe Bedeutung.

Resümee

Wie erwähnt, hatte ich die TOPs nicht geplant. Es kam so. Stille Tage: Ich genieße die Zeit mit Gott. Er hält mich in seinem Arm. Er liebt mich und genießt die Zeit mit mir – trotz meiner Ablenkungen.

Buchtipp: „psst … Stille finden in einer lauten Welt“ von Jürgen Werth. Erschienen bei GerthMedien.

Fünf Sprachen der Liebe in der Erziehung


fünf sprachen der Liebe.jpgDie Liebe ist das Fundament für eine gesunde Erziehung. Wahre Liebe ist bedingungslos. Was immer das Kind anstellt, es wird dennoch geliebt. Liebe ist unabhängig vom Verhalten des Kindes. Ein Kind kann nie genug Liebe bekommen.

Kinder verhalten sich wie Kinder. Das ist anstrengend. Wenn ich das Kind dennoch liebe, wird es erwachsen. Wenn es sich nur wegen guter Leistungen geliebt weiß, wird es ihm schaden. Wenn ich ein Kind nur liebe, solange es meinen Vorstellungen entspricht, wird Angst und Wut die Konsequenz sein. Wenn ich es ohne Vorleistungen liebe, fühlt es sich geborgen.

Kinder brauchen praktische Liebe, nicht nur Worte. Die FÜNF SPRACHEN DER LIEBE bieten Hilfen, Liebe praktisch werden zu lassen. Dabei hat jedes Kind immer eine „Muttersprache“. Dennoch braucht jedes Kind alle fünf Sprachen der Liebe.

KÖRPERLICHE NÄHE: Zärtlichkeit, Körperkontakt, Umarmungen, Küsse, Auf dem Schoss halten, Händchen halten, Rücken kraulen, Schultern massieren, Kleinkind in die Luft werfen,…

Für solche Kinder sind körperliche Schläge sehr verletzbar.

LOB UND ANERKENNUNG: Worte der Zuneigung, des Lobes und der Ermutigung, Mut machen zu neuen Erfahrungen,…

Harsche Kritik Kinder mit dieser “Muttersprache”

ICH BIN GANZ FÜR DICH DA: Zuwendung, viel Zeit, ungeteilte Aufmerksamkeit, regelmäßig im Mittelpunkt stehen, liebevoller Blickkontakt, vertrauensvolle Gespräche, zuhören, sich mit dem Kind beschäftigen, Vorlesen und darüber reden… Die Botschaft, die diesem Kind vermittelt wird lautet: Du bist mir wichtig!

ICH SCHENKE DIR ETWAS: Geschenke, Mitbringsel,… Bei älteren Kinder sollte die Wünsche der Kinder berücksichtigt werden

ICH HELFE DIR: Bei den Hausaufgaben helfen, Arztbesuch begleiten, Lieblingssuppe kochen, Fahrrad reparieren, Knöpfe annähen,…

Welche Liebessprache spricht mein Kind? Folgende Fragen helfen, die Liebessprache zu erkennen:

Wie drückt mein Kind seine Liebe (mir oder anderen) aus? Das ist oft ein Spiegel.

Worum bittet das Kind am häufigsten?

Worüber beklagt sich das Kind am häufigsten?

Eine weitere Möglichkeit, die Liebessprache zu entdecken besteht darin, dem Kind Alternativen anzubieten und die Wahl zu überlassen, was es machen möchte z.B. Angeln gehen (ZEIT) oder neue Sportschuhe (GESCHENK). Die Antworten können ein Hinweis auf die Liebessprache des Kindes sein.


Heute habe ich unseren Florian interviewt und dabei eine interessante Entdeckung gemacht. „Florian, was meinst du, hab ich dich lieb?“ Ja, erwiderte er. „Woher weißt du das?“, fragrte ich. „Weil du kuschelst mit mir“ war seine Antwort. Meiner Frau Lena sagte er „Weil du knuddelst mit mir“. Florians Liebessprache ist ganz klar körperliche Nähe. Bei unseren drei anderen Kindern ist es zwar nicht ganz so eindeutig, aber dennoch gibt es bei jedem Kind einen Schwerpunkt. Ich freue mich auf das Ausleben der unterschiedlichen Liebessprachen!

A Little Weihnachtsgedicht

A Little Weihnachtsgedicht

Autor unbekannt

When the snow falls wunderbar
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit:
She is here, the Weihnachtszeit

Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits…
Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks

Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls…
Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein

And es sings the family
Schauerlich: “Oh, Chistmastree!”
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.
Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,

Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
All around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.

And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei – “Wasser marsch!”,
Christmas is – now im – A..äh..Eimer…

DeMut


Das Jahr 2009 stand bei mir unter dem Motto „DeMut“. Es war mein kürzestes Jahresmotto seit jeher. Ganz nach dem KISS-Prinzip: >keep it short and simple<.

Demut ist ein faszinierender Begriff, eine geniale Charaktereigenschaft und eine besondere Einstellung. Überhaupt: Es ist ein großartiger Lebensstil!

Nach meinen Eltern sind Billy Graham und Mutter Theresa meine größten Vorbilder darin.

Demut hat viele Facetten: Wenn ich es zusammenfassen sollte, dann würde ich es auf folgende Zeilen reduzieren:

>Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, wie wir Gott zu unserem Gegner machen können. Denn wir haben einen extrem gnädigen Vater im Himmel. Jedoch weiß ich, dass HOCHMUT der sicherste Weg ist, es sich mit Gott zu vergraulen.<

Oder positiv formuliert (was mir viel lieber ist):

>Ich weiß nicht genau, womit man Gott beeindrucken kann. Denn als Schöpfer und Herr der ganzen Welt kennt er ja bereits alles. Jedoch weiß ich, das DEMUT immer dazu führt, dass Gott Gänsehaut bekommt und großzügig darauf reagiert!<

Unter DEMUT verstehe ich die richtige Selbsteinschätzung, die dazu führt, dass wir…

1.       uns von Gott abhängig machen und

2.       andere höher achten als uns selbst.

Einige Notizen zu DEMUT in der Bibel:

Demut Im AT: Der Begriff hat einen positiven Klang.

Sprüche 11,2: „Hochmut bringt Schande. Ein weiser Mensch ist demütig.“

Sprüche 15,32: „Ehe man zu Ehren kommt, muss man Demut lernen“

Sprüche 22,4: „Wer demütig ist und den Herrn ernst nimmt, findet Reichtum, Ansehen und ein erfülltes Leben.“

Micha 6,8: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“

Gott hält sich zu denen, die demütig sind bzw. gedemütigt wurden: in Jesaja 57,15 heißt es: „Ich wohne in der Höhe, in unnahbarer Heiligkeit. Aber ich wohne auch bei den Gedemütigten und Verzagten, ich gebe ihnen Hoffnung und neuen Mut!“ Was für eine starke Aussage!!!

Demut im NT: Jesus selbst setzt den Maßstab für Demut (Philiper 2,1-11)

Paulus folgt dem Vorbild von Jesus: „Ihr wisst (…) wie ich dem Herrn gedient habe in aller Demut“ (Apostelgeschichte 20,19)

Philipper 2,3: „In Demut achte einer den anderen höher als sich selbst“

Jakobus 4,6 und 1. Petrus 5,5: „Gott widersetzt sich den Überheblichen, aber denen, die gering von sich denken, wendet er seine Liebe zu.“

Mir gefällt das deutsche Wort „Demut“, weil es den Begriff „MUT“ enthält. Demut ist nicht ein Zeichen von Schwäche und Angst, sondern von Stärke und Mut! In einem meiner nächsten BLOG-Einträge schreibe ich noch ein paar mehr Zeilen zu MUT. Denn das ist der zweite Grund, warum ich das Wort DeMut zum Jahresmotte 2009 gemacht hatte.

Leiterschaftsprinzip: Die Phase richtig einschätzen


Die momentane Phase richtig einschätzen und die entsprechenden Konsequenzen daraus ziehen

In der Wellenlehre bezeichnet eine Phase den Schwingungszustand einer Welle an einer bestimmten Stelle und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Jede Organisation (Firma, Kirchengemeinde,…) steckt immer in einer bestimmten Phase. Z.B. in der Anfangsphase, Aufbauphase, Endphase, Erholungsphase, Expansionsphase, Konsolidierungsphase, Stagnationsphase usw.

Eine meiner Aufgaben als Pastor ist es immer wieder neu zu reflektieren, in welcher Phase unsere Gemeinde gerade steckt, diese Lage in Worte zu fassen und es im Leitungsteam zu diskutieren, um gemeinsam die nächsten Schritte festzulegen.

Kurz zur Situation der KfO (Kirche für Oberberg): Nach 6,5 Jahren wachsen wir langsam aus den Kinderschuhen raus. Die Wachstumsphase, wo so vieles passiert ist und alles so schnell ging wird sich legen, wenn nicht irgendetwas geschieht. Dies zu erklären ist zu umfangreich.

Derzeit stehen wir in der herausfordernden Situation, alle Teams (Dienstbereiche) und Veranstaltungen gründlich unter die Lupe zu nehmen und neu zu entscheiden, was für unseren Auftrag nützlich ist und was nicht.

Wir sind mitten in der KfO-Reform. So haben wir dieses „Unter die Lupe nehmen“ und das „neu Ausrichten“ genannt. Am kommenden Freitag stellen wir die ersten Ergebnisse der Gemeinde vor. Nur so viel vorab: Wir werden uns stärker auf unseren Auftrag konzentrieren. Vor allem durch vermehrten Einsatz in der Gesellschaft sowie durch stärkere Förderung der Hauskirchenleiter.

Vermehrter Einsatz in der Gesellschaft heißt für uns, dass wir den Mitgliedern helfen, durch Entdecken ihrer Gaben, Talente, Neigungen, Persönlichkeitsstrukturen usw. einen Platz zu finden, wo sie sich damit leidenschaftlich für andere engagieren können. Dabei denken wir aber nicht nur an eine Mitarbeit in der Gemeinde (also beispielsweise Musikteam, Theaterteam, kidsplanet usw.) sondern in Zukunft vielmehr an eine Mitarbeit irgendwo in der Gesellschaft. Dort wo Not und Bedarf da ist und die Stärken der Person sich damit decken, z.B. als Trainer auf dem Fußballplatz, im Altenheim zum Gespräche führen mit einsamen Menschen führen, usw.

Apropos Reform: Der Begriff kommt aus dem lat.: re = zurück und formatio = Gestaltung und könnte mit Wiederherstellung übersetzt werden. Ein Neutestamentlicher Begriff!

In der Politik meint der Begriff eine planmäßige und gewaltlose Umgestaltung und Verbesserung bestehender Verhältnisse.

Grillen ist Männersache

Grillen.jpgLachen ist gesund…

Grillen ist das einzige Kochen, welches „echte“ Männer unternehmen, weil damit ja immer eine gewisse Gefahr verbunden ist. Wenn ein Mann sich dazu bereit erklärt, das Grillen zu übernehmen, wird die folgende Kette von Ereignissen in Bewegung gesetzt.

Die Frau kauft das Essen, macht den Salat, bereitet das Gemüse und den Dessert zu. Sie bereitet das Fleisch fürs Grillen vor, legt es auf ein Tablett, zusammen mit allen notwendigen Utensilien und trägt es nach draußen, wo der Mann schon mit einem Bier in der Hand vor dem Grill sitzt.

Und hier kommt der ganz wichtige Punkt des Ablaufs. DER MANN LEGT DAS FLEISCH AUF DEN GRILL.

Danach kommen einige Routinehandlungen, welche durch die Frau ausgeführt werden. Sie bringt die Teller und das Besteck nach draußen und informiert den Mann, dass das Fleisch am Anbrennen ist. Er dankt ihr für diese wichtige Information und bestellt gleich noch mal ein Bier bei ihr, während er sich um die Notlage kümmert.

Und dann wieder ein wichtiger Punkt! DER MANN NIMMT DAS FLEISCH VOM GRILL UND GIBT ES DER FRAU.

Danach kommen wieder einige Routinetätigkeiten, welche die Frau ausführt. Sie arrangiert die Teller, den Salat, das Brot, das Besteck, die Servietten und Saucen und bringt alles zum Tisch raus. Nach dem Essen räumt die Frau den Tisch ab, wäscht das Geschirr…

und wieder ganz wichtig! ALLE LOBEN DEN MANN FÜR SEINE KOCHKÜNSTE UND DANKEN IHM FÜR DAS TOLLE ESSEN.

Der Mann fragt die Frau, wie es ihr gefallen hat, mal nicht kochen zu müssen und wie er dann sieht, dass sie leicht eingeschnappt ist, kommt er zu dem Schluss, dass man es den weibern sowieso nie recht machen kann und macht sich noch ein Bier auf.

Von Marco Zimmermann

Dankbarkeit verändert deinen Charakter…

coffee_bean.jpgDie Geschichte eines Grafen, der sehr alt wurde...

Er verließ niemals sein Haus, ohne sich vorher eine Handvoll Bohnen einzustecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um so die schönsten Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und um sie besser zählen zu können.

Jede positive Kleinigkeit die er tagsüber erlebte, zum Beispiel:

- das Lachen eines Kindes

- ein köstliches Essen

- ein schattiger Platz in der Mittagshitze

- ein netter Anruf

Für alles, was die Sinne erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Vor dem Schlafen gehen zählte er die Bohnen aus der linken Tasche. Er feierte diese Minuten. So führte er sich vor Augen, wie viel Schönes Gott ihm an diesem Tag geschenkt hat und er dankte Gott für jede einzelne Bohne. Und an einem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, hatte er einen Grund, sich über diesen Tag zu freuen und Gott dafür zu danken.

“Ein Mensch hat so viel Charakter, wie er dankbar ist” (Josef Viktor Stummer)

“Werdet nicht müde, Gott zu danken.” (Kolosserbrief 4,2)

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte…

FallschirmspringerDie meisten der mehreren hundert befragten Menschen – alle älter als 70 Jahre – würden folgende drei Dinge tun, wenn sie noch einmal auf dieser Erde leben könnten:

1. Sie würden mehr riskieren.

2. Sie würden öfter einmal innehalten und eine Bestandsaufnahme ihres Lebens machen und wenn notwendig, den Kurs ändern.

3. Sie würden in Projekte und Dinge investieren, die in dieser Welt auch dann noch einen Einfluss haben, wenn sie bereits gestorben sind.

Das will ich tun: Riskieren, innehalten, Kurs korrigieren, in die Ewigkeit investieren! Und nicht erst mit 70!

Mitarbeiter richtig motivieren

Die Universität Münster forscht an der Frage, welche Führungsprinzipien und -stile die effektivsten sind. Dabei zeigte sich, dass die Vermittlung von langfristigen Visionen und das Eingehen auf die Bedürfnisse des einzelnen Leiters eine entscheidende Rolle spielen. Zwar sind beide Führungsmethoden zeitintensiv, aber auf Dauer zahlen sie sich aus. Den Mitarbeitern geht es besser, sie sind zufriedener und bringen eine größere Leistung. Mehr Infos durch einen Klick hier.